Reisterrassen als Touristenmagnet Asiens

Der Anblick von Reisterrassen hat eine ungebrochene Faszination. Die organischen Formen der Anbauflächen und ihr Spiel mit dem saftigen Grün junger Reispflanzen sowie den glitzernden Spiegelungen der Wasseroberfläche haben schon einige Urlauber nach Asien und insbesondere nach Bali gelockt. An vielen Orten warten neben der erhofften landwirtschaftlichen Einsamkeit aber vor allem eines – Touristen. So wird das Erlebnis leicht von lärmenden Gruppen, ignoranten Fotografen und von dem leicht bitteren Beigeschmack des Massentourismus überschattet.

Die Philippinen als Alternative zum touristischen Bali

Auf den Philippinen erwartet den Urlauber ein weniger touristisches Klima. Zwar ist auch dieser Staat keineswegs unberührt, doch schon die Tatsache, dass Englisch von vielen Einheimischen auch zur Kommunikation untereinander verwendet wird, führt dazu, dass Reisende sich weniger als Fremdkörper fühlen. Die Landschaften auf den rund 7.000 Inseln sind vielfältig, mit einer Ballung von Reisterrassen im Norden der Hauptinsel Luzon.

Banaue und Batad, Kleinstadt und Weltkulturerbe

Die kleine Stadt Banaue ist der Hauptanlaufspunkt. Sie ist malerisch in einem Tal gelegen und egal, an welchem Punkt des Ortes Reisende sich auf eine der Restaurantterrassen setzen, es fällt ihnen nicht schwer, sich zu entspannen. Der Blick fällt auf den gemütlichen Fluss, der sich durch die Talsohle schlängelt, und gleitet über das wirre Straßennetz und abenteuerlich konstruierte Häuser hinauf zu den Feldern, die sich in sanften Biegungen die Hänge hinaufwinden. Es fällt leicht, hier zu verweilen, doch wer auf der Suche nach einer wirklichen Outdoorerfahrung ist, der sollte sich auf den Weg nach Batad machen. Dieser winzige Ort im bergigen Hinterland wurde aufgrund seiner spektakulären Terrassen, die sich wie ein Trichter um die wenigen Bauernhäuser legen, in den Kanon des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Von Banaue aus gibt es verschiedene Reisemöglichkeiten:

  • Mit einem etwas teureren Transport der Touristenbehörde
  • Mit den, nach erfolgreicher Verhandlung, preiswerten Jeepneys im Ortskern
  • Auf eigene Faust in einem mindestens sechsstündigen Treck
Reisterrassen

© Stefan Munder – flickr.com

An jede der Optionen schließt sich der etwa einstündige Abstieg vom sogenannten „Saddle“ an, dem letzten befahrbaren Punkt, hinunter in den Taaltrichter. Dennoch ist der komplette Treck besonders reizvoll, da er den Wanderer durch abgelegene Dörfer der Umgebung führt und so einen noch tieferen Einblick gewährt.

Die Wahl fällt auf Batad

Die Reisfelder von Batad stehen den bekannteren Reisfeldern Asiens wie auf Bali in nichts nach. Der Tagestreck in das kleine Dorf ist zwar anspruchsvoll, aber in jedem Fall lohnend. Die einfachen Unterkünfte und die bodenständige, aber offene Lebenskultur der Philippinos runden das Erlebnis ab.

 

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